Petr Smid, Foto: Dennis Amann

ASV schlägt nun in der Bezirksliga auf

Die erste Mannschaft des ASV Burglengenfeld verliert 11:10 und muss nach drei Jahren Landesliga den Abstieg antreten.

BURGLENGENFELD.Eine 11:10-Niederlage im letzten Heimspiel des Jahres gegen den TC Neunkirchen Brand besiegelt den Abstieg der ersten Mannschaft der ASV-Tennisherren in die Bezirksliga. Die Vorzeichen hätten vor dem letzten Spieltag nicht schlechter stehen können. Um den Abstieg zu vermeiden, musste man die letzte Partie des Tenniskalenders der Landesliga Nord klar gewinnen und auf Schützenhilfe des TSV Altenfurt hoffen, der parallel den TC Fichtelgebirge relativ klar besiegen musste.

Bei herrlichstem Tenniswetter wurden pünktlich um 10 Uhr die ersten drei Einzelpartien begonnen. An Position zwei schickte der ASV Petr Smid, der bereits zuvor mit den Herren 30 den Aufstieg in die Landesliga schaffte, auf den trockenen Sand des Burglengenfelder Naabtalparks. Hier lieferte er sich gegen Lorenz Hannes einen erbitterten Kampf und entschied den ersten Satz im Tiebreak für sich. Dennis Amann, der an Position sechs aufschlug, ließ in weniger als 45 Minuten Spielzeit seinem Gegner mit 6:0, 6:0 nicht den Hauch einer Chance. Dies bedeutet den zweiten souveränen Sieg für Amann in dieser Saison. Noch lief alles nach Plan für den ASV.

Michael Pflieger musste aufgeben

Die Hiobsbotschaft ließ aber leider nicht lange auf sich warten, als Michael Pflieger, an Position vier spielend, beim Stand von 3:6 und 1:2 verletzungsbedingt aufgeben musste. Im Doppel wurde er durch Max Ferstl ersetzt. Auch Petr Smid musste der Mittagshitze Tribut zollen und verlor nach großem Kampf im Matchtiebreak mit 10:6.

Somit begann man mit dem Rucksack eines 2:4-Rückstandes die zweite Einzelrunde. Schnell wurde klar, dass der angeschlagene Tobias Haimerl an Position drei keine Chancen haben würde. Leider konnte er zu keiner Zeit sein Repertoire an Schlägen, die er zweifelsfrei hat, aufbieten. Somit mussten ASV-Urgestein Stefan Semmler und Österreich-Youngster Gregor Ramskogler die Eisen aus dem Feuer holen. Stefan Semmler zeigte im ersten Satz nach 0:4-Rückstand sein ganzes Können, als er auf 4:4 aufholte, den Satz aber trotzdem wenig später mit 4:6 verlor. Im zweiten Satz spielte er phasenweise großartiges Sandplatztennis und entschied diesen mit 6:2 für sich. Typisch für die gesamte Saison des ASV verlief dann der Matchtiebreak. Nach schnellem Rückstand und großer Aufholjagd, musste er sich dennoch mit 7:10 geschlagen geben.

Anders lief es bei Gregor Ramskogler. Im entscheidenden Matchtiebreak zeigte er in den letzten Punkten wieder einmal sein ganzes Können. Hier machte ihn vor allem sein Variantenreichtum, als er mit drei Stoppbällen jeweils den Punkt für sich entscheiden konnten, zum Sieger.

4:8-Rückstand nach den Einzeln

Der 4:8-Rückstand nach der Einzelrunde machte es schier unmöglich, den Abstieg doch noch abzuwenden, auch weil der TSV Altenfurt mit dem 8:4 nach Einzeln knapper führte als erhofft und einer ihrer Spieler für das Doppel verletzungsbedingt nicht mehr antreten konnte. Nichtsdestotrotz setzte man alles auf das Gewinnen dreier Doppel.

Der ASV schickte mit Ramskogler/Semmler, Haimerl/Ferstl und Smid/Amann drei ausgeglichene Doppel ins Spiel. Ramskogler/Semmler spielten eine konzentrierte Party und gingen ebenso wie Haimerl/Ferstl nach gut einer Stunde als Sieger vom Platz. Im letzten Doppel musste wieder einmal der Matchtiebreak entscheiden. Smid/Amann gestalteten den dritten Satz so lange wie möglich ausgeglichen. In der spielentscheidenden Situation schlug das Momentum auf des Gegners Seite und man musste sich mit 9:11 beugen.

Das Endergebnis von 10:11 besiegelte den Abstieg des ASV. Wie so oft in dieser Saison waren es Kleinigkeiten, die letztendlich den Sieg des Gegners bedeuten. Nächstes Jahr will das Team in der Bezirksliga vorne mitspielen.

 

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Stefan Semmler Foto: Christian Haimerl

Der ASV verliert die Linie und das Spiel

Bittere Niederlage verschärft die Abstiegssorgen des ASV Burglengenfeld in der Landesliga – und am Sonntag kommt Karbach.

BURGLENGENFELD.Die Herren 1 des ASV Burglengenfeld empfingen den TC Fichtelgebirge zum richtungsweisenden Duell in der Landesliga Nord. Die Marktredwitzer setzen auf Legionäre aus Tschechien und der Slowakei. Ausnahme ist die Nr. 6, Felix Purucker, der gegen den Mannschaftsführer des ASV, Christoph Berger, im Schnelldurchgang ohne Spiel abgefertigt wurde. Der Wermutstropfen: Berger verletzte sich bei einem der letzten Ballwechsel am Nacken und fehlte somit in den Doppeln.

An 2 zeigte Petr Smid beim ebenfalls deutlichen Sieg gegen den jungen Stepan Rinko seine Klasse und behielt mit 6:3, 6:2 eindeutig die Oberhand. Tobias Haimerl bekam es an 4 mit dem slowakischen Routinier Robert Hrozensky zu tun. Dieser behielt bei einer Vielzahl knapper Spiele die Ruhe und zeigte sich bei dem Zweisatzsieg als der letztlich konstantere Spieler. Somit ging der ASV mit einem 4:2 nach der ersten Runde aus den Einzeln.

Muskelfaserriss bei Krawcewicz

Die zweite Einzelrunde – unglücklich.

An 1 konnte Gregor Ramskogler nur selten gegen die Nr. 56 der tschechischen Rangliste, Frantisek Polanka, sein Potenzial abrufen und unterlag glatt. Roy Krawcewicz hatte bis zum 6:1, 2:1 kaum Probleme mit dem tschechischen Kapitän David Bolf. Dann erlitt der Burglengenfelder einen Muskelfaserriss in der Wade und konnte sich kaum noch bewegen. Krawcewicz wollte den Match-Tiebreak mit kurzen Ballwechsel für sich entscheiden, was aber angesichts der Erfahrung von Bolf nicht zum Erfolg führte. Nun stand es 4:6 aus Burglengenfelder Sicht, bereits der zweite Spieler fiel für die anschließenden Doppel aus.

Die Hoffnungen ruhten auf Stefan Semmler an 5. Er schien gegen Stanislav Cesal aber bereits aussichtslos mit 3:6 und 0:4 zurückzuliegen. Er zeigte jedoch großen Kampfgeist, und dem Tschechen schien nach und nach die Kraft auszugehen. Nachdem der ASV-ler den zweiten Satz noch mit 6:4 für sich entscheiden konnte, war das Momentum im Match-Tiebreak aber auf der Seite des Spielers von Fichtelgebirge, und der ASV musste mit einem 4:8-Rückstand in die Doppel gehen.

Eine sehr bittere 7:14-Niederlage

Vor der Aufgabe, drei Doppel holen zu müssen, spekulierte der ASV drauf, dass im Dreierdoppel der junge Purucker auflaufen würde. Deshalb wurden die für Berger und Krawcewicz eingewechselten Dennis Amann und Christian Haimerl zusammen aufgestellt. Der TC Fichtelgebirge setzte jedoch darauf, das Einserdoppel mit Polanka/Rinko und das Dreierdoppel Hrozensky/Cesal für sich zu entscheiden. Im Zweierdoppel gaben Bolf/Purucker gegen Ramskogler/Semmler bereits nach einem Satz auf. Im Einser boten Smid/Tobias Haimerl Paroli, unterlagen aber in zwei Sätzen. In allen Belangen überlegen war das Dreierdoppel der Oberfranken, so dass unterm Strich eine bittere 7:14-Niederlage aus Sicht des ASV zu verkraften ist.

Der ASV hat am Sonntag ab 10 Uhr im Heimspiel gegen den Tabellendritten DJK Karbach die Möglichkeit, sich Luft zu verschaffen. Der Kader: Bernie Schranz, Petr Smid, Tobias Haimerl, Michael Pflieger, Stefan Semmler und Dennis Amann. Bei den Unterfranken sind primär Spieler aus Tschechien und Bulgarien zu erwarten.Einzel: Gregor Ramskogler – Frantisek Polanka: 4:6, 3:6; Petr Smid – Stepan Rinko: 6:2, 6:3; Roy Krawcewicz – David Bolf: 6:1, 3:6, 5:10; Tobias Haimerl – Robert Hrozensky: 3:6, 3:6; Stefan Semmler – Stanislav Cesal 3:6, 6:4, 4:10; Christoph Berger – Felix Purucker: 6:0, 6:0.

Doppel: Smid/Haimerl T. – Polanka/Rinko: 6:7, 3:6; Ramskogler/Semmler – Bolf/Purucker: 6:0, Aufgabe Bolf/Purucker; Haimerl C./Amann – Hrozensky/Cesal: 0:6, 1:6.

Dennis Amann Foto: Christian Haimerl

Fürth zeigte dem ASV die Grenzen auf

Der ASV Burglengenfeld unterliegt in der Tennis-Landesliga dem Aufstiegsaspiranten TV 1860 Fürth am Ende deutlich.

BURGLENGENFELD.

Die Herren 1 des ASV Burglengenfeld traten in der Landesliga ihr schweres Spiel beim Aufstiegsaspiranten TV 1860 Fürth an. Die Aufstellung der Fürther zeigte, dass sie den ASV nicht unterschätzten. So lief an 1 der ehemalige Profi Andreas Kauntz auf. Für den ASV kam Petr Smid, Neuzugang aus Schwabelweis, zum ersten Einsatz. Ihm war anzusehen, dass er tags zuvor ein hartes Match im Heimatland hatte. Zudem zeigte Kauntz beim 6:2 seine ganze Routine und Spielintelligenz. Auch im zweiten Satz lag Smid 3:5 zurück, wehrte bei 4:5 drei Matchbälle ab, um den Satz noch mit 7:5 für sich zu entscheiden. Im entscheidenden Match-Tiebreak hatte das Fürther Urgestein bei 9:10 und Matchball gegen sich Fortuna auf seiner Seite, als sein Stopp per Netzroller noch so eben auf die Seite von Smid fiel und er im Anschluss den sechsten Matchball zum 13:11 verwandeln konnte.

An 2 hatte es Tobias Haimerl mit dem erst 16-jährigen Alexander Wolfschmidt zu tun. Die Nr. 6 der bayerischen U16-Jugendrangliste zeigte sich bei vielen engen Spielen als der konstantere Spieler, was ihm folgerichtig einen deutlichen Sieg einbrachte.

Amann phasenweise ebenbürtig

Michael Pflieger kam an 3 zum ersten Saisoneinsatz, musste sich gleich der ehemaligen Nr. 891 der Weltrangliste, Mario Tupy aus Österreich, erwehren. Tupy war trotz vieler langer Ballwechsel stets der spielbestimmende Akteur und wies Pflieger deshalb auch deutlich in die Schranken.

An 4 hätte es Stefan Semmler mit dem Mexikaner Aitor Arumburu zu tun bekommen. Der Fürther hatte sich jedoch verletzt und musste kampflos dem ASV die Punkte überlassen.

Max Ferstl hatte Österreichs Bundesligaspieler Rainer Fröschl als Gegner. Ferstl absolvierte sein erstes Landesligamatch in 2016. Studienbedingt konnte Ferstl zu Beginn nur wenig trainieren, was sich im Spiel gegen Fröschl in Form einer ungewöhnlich hohen Fehlerquote bemerkbar machte. Der Österreicher fuhr folglich einen souveränen Sieg für die Fürther ein.

Die Nr. 6 war Dennis Amann. Sein Gegner, der 18-jährige Dominik Maly, gehört zu den Top 15 der bayerischen Jugendrangliste. Amann war phasenweise ebenbürtig, konnte letztlich jedoch keines der vielen knappen Spiele für sich entscheiden, so dass am Ende ein ernüchterndes 2:6, 1:6 aus Burglengenfelder Sicht auf dem Tableau stand.

Beide Doppel wurden aufgegeben

Noch konnte der ASV mit drei siegreichen Doppeln den Sieg holen. Klar war, dass Fürth ein Doppel aufgeben muss, da kein Ersatz für Arumburu da war. Der ASV stellte das Einser- und Zweierdoppel stark auf. Wider Erwarten traten die Fürther nicht zum Einserdoppel mit Kauntz/Arumburu gegen Haimerl/Semmler an. Im Zweierdoppel bekamen es Smid/Amann mit Tupy/Fröschl zu tun. Das Dreierdoppel bestritten Pflieger/Ferstl gegen Wolfschmidt/Maly. Beide Doppel nahmen einen deutlichen Verlauf für Fürth. Bei jeweils klaren Ständen musste wegen eines heftigen Schauers erneut abgebrochen werden, und Burglengenfeld entschied sich aufgrund der aussichtslosen Lage und einer zu erwartenden Unterbrechung von einigen Stunden dafür, beide Doppel aufzugeben.

Das am Ende sehr deutliche 5:16 muss schnellstens abgehakt werden. Am Sonntag, 19. Juni, geht es ab 10 Uhr im Naabtalpark gegen den sieglosen TC Fichtelgebirge gegen den Abstieg. Den ASV erwartet ein Gegner, der bisher stets mit vier oder fünf tschechischen Spielern angetreten ist. Im Kader des ASV stehen Gregor Ramskogler, Petr Smid, Roy Krawcewicz, Tobias Haimerl, Stefan Semmler, Christoph Berger und Dennis Amann.

Die Ergebnisse

Einzel: Petr Smid – Andreas Kauntz 2:6, 7:5; 11:13; Tobias Haimerl – Alexander Wolfschmidt 1:6, 1:6; Michael Pflieger – Mario Tupy 0:6, 1:6; Stefan Semmler – Aitor Arumburu, Aufgabe Arumburu; Max Ferstl – Rainer Fröschl 0:6, 1:6; Dennis Amann – Dominik Maly 2:6, 1:6.

Doppel: Haimerl/Semmler – Kauntz/Arumburu, Aufgabe Kauntz/Arumburu; Smid/Amann – Tupy/Fröschl 1:6, 2:4, Aufgabe Smid/Amann; Pflieger/Ferstl – Wolfschmidt/Maly 1:6, 0:5, Aufgabe Pflieger/Ferstl.

Stefan Semmler und Christoph Berger nach dem Einzelerfolg für Semmler

Die ASV-Asse zeigen sich sehr gut erholt

ASV Burglengenfeld holt in der Landesliga Nord Herren bei Heuchelhof Würzburg einen wichtigen Sieg für den Klassenerhalt.

BURGLENGENFELD.Nach der Auftaktniederlage des ASV Burglengenfeld gegen den TC Teublitz war vor dieser Auswärtspartie in Würzburg klar, dass gegen die ebenfalls mit einer Niederlage gestarteten Würzburger ein Sieg benötigt würde. Das letztlich doch sehr deutliche 17:4 für den ASV war zu Beginn der Partien allerdings in dieser Form nicht abzusehen.Der ASV Burglengenfeld startete in Würzburg an der Position 2 mit Gregor Ramskogler, an Position 4 mit Tobias Haimerl und an Position 6 Christoph Berger in die erste Einzelrunde.Gregor Ramskogler bekam es dabei mit dem Tschechen Marek Schee zu tun, während sich Tobias Haimerl mit dem Würzburger Routinier Jan Paulsen und Christoph Berger mit dem gegnerischen Mannschaftsführer Florian Schmitt auseinandersetzen musste. In allen Duellen war den Spielern anzumerken, dass es sich um ein richtungsweisendes Match handelte, und so kam es, wie es kommen musste – alle drei Partien mussten im Match-Tiebreak entschieden werden. Ramskogler und Berger mussten sich knapp geschlagen geben, während Haimerl sich an seinem Geburtstag selbst belohnte und die Hoffnungen des ASV Burglengenfeld auf den Sieg am Leben erhielt.Kampflos konnte dagegen die neue Nummer 1 des ASV, Jakob Aichhorn, bei seinem ersten Auftritt für den Verein zwei Punkte gegen Max Kuhn einfahren, da dieser verletzungsbedingt nicht antrat. Somit stand es vor den letzten beiden Einzeln bereits 4:4. An Position 3 begegnete Roy Krawcewicz dem eine Leistungsklasse besser eingestuften Andreas Eyrisch. Stefan Semmler an 5 bekam es mit Matthias Kuhn zu tun, der ebenfalls gemäß leistungsmäßiger Einstufung als leichter Favorit in dieses Rennen ging. Beide Duelle waren durch Hochs und Tiefs aller Spieler gekennzeichnet, so dass es wiederum auch zu knappen Spielverläufen kam. Letztlich behielten sowohl Krawcewicz durch seine spielerische Klasse als auch Semmler durch seine überlegene Physis und Psyche die Oberhand – in zwei Sätzen. In der Ungewissheit, ob es zumindest für den Doppeleinsatz bei Würzburgs Nummer 1 Max Kuhn reichen würde, versuchte der ASV, drei in etwa gleich starke Doppel aufzustellen. Als der TSC Heuchelhof dann aber bekanntgab, dass die zwei Kuhn-Brüder nicht zum Einserdoppel antreten würden, war der Gesamtsieg für den ASV bereits unter Dach und Fach. Im Zweierdoppel trat Dennis Amann für Mannschaftsführer Christoph Berger zusammen mit Jakob Aichhorn an. Beide zeigten bei ihrem ersten gemeinsamen Auftritt eine bärenstarke Leistung – und ließen ihren Gegnern zu keiner Phase der Partie auch nur den Hauch einer Chance. Das Dreierdoppel Krawcewicz und Haimerl gewann ebenfalls in zwei recht deutlichen Sätzen und machte somit den eindeutigen Erfolg des ASV perfekt. – Der ASV tritt am Sonntag, 12. Juni, beim Meisterschaftsfavoriten TV 1860 Fürth an.

Einzelergebnisse: Jakob Aichhorn – Max Kuhn: w. o. Kuhn; Gregor Ramskogler – Marek Schee: 7:5, 4:6, 6:10; Roy Krawcewicz – Andreas Eyrisch: 6:3, 7:5; Tobias Haimerl – Jan Paulsen: 7:6, 3:6, 10:5; Stefan Semmler – Matthias Kuhn: 6:4, 6:4; Christoph Berger – Florian Schmitt: 2:6, 6:2, 6:10; Doppelergebnisse: Ramskogler/Semmler – Kuhn/Kuhn: w.o. Kuhn; Aichhorn/Amann – Eyrisch/Paulsen: 6:0, 6:2; Krawcewicz/Haimerl – Schee/Schmitt: 7:5, 6:3.

 
So sehr sich die Burglengenfelder auch mühten, gegen Teublitz gab es nichts zu erben. Foto: Schaller

Derby-Niederlage gegen den Aufsteiger

ASV Burglengenfeld unterliegt zum Saisonauftakt der Landesliga dem TC Teublitz mit 7:14. Nächste Spiele nach den Ferien.

BURGLENGENFELD.Zum Auftakt der Landesligasaison stand für die ASV-Herren das Derby gegen den Aufsteiger aus Teublitz auf dem Programm. Schon vor Spielbeginn wurde klar, dass die Teublitzer dieses Spiel um jeden Preis gewinnen wollen. Die ehemalige Nummer 200 der ATP-Weltrangliste, Eric Chvojka, wurde eigens aus Stochholm eingeflogen. Zudem wurden auf den Positionen zwei bis vier mit Radovan Kuchynka, Jakub Praibis und Petr Benes drei weitere Spieler auf Teublitzer Seite aus der Tschechischen Republik eingesetzt. An Position fünf und sechs agierten mit Tobias Donhauser und Oliver Pucher zudem zwei Routiniers. In Erwartung einer starken Teublitzer Mannschaft spielte der ASV an den Positionen eins und zwei mit den beiden 17-jährigen Österreichern Bernie Schranz und Gregor Ramskogler. An Position drei ging Roy Krawcewicz in seine vierte Saison für den ASV. Tobias Haimerl an vier, Christoph Berger an fünf und Dennis Amann an Position sechs komplettierten die Mannschaft an diesem Tag.

Generationenduell 

An Position zwei kam es dann zum Generationenduell zwischen Gregor Ramskogler und dem 43-jährigen Radovan Kuchynka, der erst in der vergangenen Woche zum wiederholten Mal den Bezirksmeistertitel geholt hatte. Mit seinem variablen und druckvollen Spiel behielt Ramskogler knapp, aber verdient mit 7:6 und 6:4 die Oberhand. Im Duell der Vierer war Tobias Haimerl beim 1:6, 1:6 chancenlos. An Position sechs war Dennis Amann beim 4:6, 2:6 gegen Pucher ebenfalls relativ deutlich unterlegen. In der zweiten Runde zeigte Eric Chvojka beim 6:1, 6:2 dem jungen Schranz und den zahlreichen Zuschauern, weshalb er vor drei Jahren noch zu den 200 besten Spielern auf der Welt zählte. Roy Krawcewicz war beim 2:6, 3:6 gegen Praibis nicht chancenlos, konnte jedoch kaum eines der vielen knappen Spiele für sich gewinnen. Mannschaftsführer Christoph Berger besiegte nach knapp drei Stunden Tobias Donhauser mit 7:5 und 6:2, so dass es letztlich 4:8 nach den Einzeln stand. Somit hätte der ASV alle drei Doppel gewinnen müssen, um noch den Gesamtsieg einzufahren. Während Ramskogler/Krawcewicz im Einserdoppel und Schranz/Haimerl im Zweierdoppel jeweils den ersten Satz gewinnen konnten, mussten sich Berger/Amann klar gegen Benes/Pucher geschlagen geben. Auch im zweiten Satz konnte das Dreierdoppel nicht Paroli bieten und nach der eindeutigen Niederlage war der Gesamtsieg für Teublitz auch unter Dach und Fach. Auch das Einserdoppel musste sich letztlich noch im Match-Tiebreak geschlagen geben, während das Zweierdoppel gegen Kuchynka und den eingewechselten Huber im Match-Tiebreak die Oberhand behielt. Nach dem Spiel erwähnte der Teublitzer Teamchef Oliver Pucher, dass dies ein enorm wichtiger Sieg für den Klassenerhalt war. Trotzdem wird es so sein, dass der TC Teublitz mit dem ASV Burglengenfeld, Heuchelhof Würzburg, der DJK Karbach und eventuell mit dem TC Fichtelgebirge gegen den Abstieg kämpfen. 

Schwere Auswärtsspiele

Das nächste Spiel findet aufgrund der Pfingstferien erst am 5. Juni statt. Dabei müssen die Burglengenfelder in Würzburg und der TC Teublitz beim Aufstiegsfavoriten TSV Altenfurt ran.

Der Österreicher Bernie Schranz schlägt am Sonntag zum ersten Mal in der Landesliga für die Burglengenfelder auf. Foto: Philip Aplienz

Herren starten mit Derby in neue Saison

ASV Burglengenfeld kämpft von Anfang an um den Landesligaerhalt. Zum Auftakt gibt der SC Teublitz seine Visitenkarte ab.

BURGLENGENFELD.Viele Jahre gab es im Landkreis Schwandorf keinen Tennisclub, der bei den Herren außerhalb des Bezirks eine Mannschaft in die Medenrunde des Bayerischen Tennisverbandes schicken konnte. Seit 2014 vertreten die Herren des ASV Burglengenfeld die Landkreisfarben in der Landesliga erfolgreich. Durch den Aufstieg des TC Teublitz im vergangenen Jahr kommt es in diesem Jahr zum direkten Vergleich im Landkreis und durch die räumliche Nähe der beiden Städte sogar zu einem echten Städtedreiecksderby. Ein Duell auf diesem Niveau gab es im Städtedreieck bisher noch niemals. Der Spielplan des bayerischen Tennisverbandes hat dieses Duell gleich zum Auftakt am Sonntag ab 10 Uhr im Naabtalpark vorgesehen, was den Vergleich natürlich umso brisanter macht.

Teublitz setzt auf Routiniers

Der ASV Burglengenfeld geht in seine dritte Landesliga-Saison. Wie in den vergangenen Jahren lautet das Ziel Klassenerhalt. Dafür muss der ASV am Saisonende mindestens zwei Mannschaften hinter sich lassen. Abteilungsleiter Christian Haimerl: „Ein Auftaktsieg gegen den Aufsteiger vom TC Teublitz wäre natürlich eine sehr gute Basis.“ Beim Anblick der Meldeliste des Konkurrenten wird allerdings deutlich, dass es für Burglengenfeld schwer werden könnte. Die Teublitzer setzen auf den vorderen Positionen auf Routiniers aus Tschechien. Die neue Nummer eins, Eric Chvojka, wurde vor drei Jahren – damals noch unter kanadischer Flagge – auf Platz 200 der ATP-Weltrangliste geführt.

ASV mit bewährten Kräften

Der ASV setzt in dieser Saison auf die bewährten Stammkräfte um Mannschaftsführer Christoph Berger. An den Spitzenpositionen verstärken die jungen Österreicher Jakob Aichhorn und Bernie Schranz (beide 17 Jahre) das Team. Zusammen mit Gregor Ramskogler (17 Jahre), der in seinem zweiten Jahr für den ASV aufschlägt, hat der ASV Burglengenfeld die Nummer Zwei, Drei und Fünf der österreichischen Jugendrangliste in seinen Reihen. Vor allem Aichhorn und Ramskogler haben bereits internationale Jugendturniere gewonnen. Wie häufig die Drei für den ASV auflaufen, hängt von ihrem persönlichen Turnierkalender ab. Weitere Alternativen sind Marius Pimishofer und Neuzugang Petr Smid, welcher vom TC Schwabelweis für die Mannschaft des ASV gewonnen werden konnte.

Den Neuzugängen Aichhorn, Schranz und Smid stehen auch vier Abgänge gegenüber. Viktor Bruthans ist zu den Herren 30 des Bundesligisten aus Wilhelmshaven gewechselt. Kris Krawcewicz schlägt zukünftig für den Bayernligisten TC Wolfratshausen auf. Die Kaderspieler Lion Knott (SpVgg Hainsacker, Bezirksliga) und Martin Prechtl (TC Grün-Rot Weiden, H30 Bayernliga) haben sich ihren Jugendvereinen angeschlossen.

Neben dem Auftaktderby gegen Teublitz warten im Laufe der Saison noch weitere große Herausforderungen auf den ASV. Beim Bayernliga-Absteiger vom oberfränkischen TC Fichtelgebirge sind ausschließlich Spieler aus Tschechien zu erwarten. Die unterfränkische DJK Karbach tritt primär mit tschechischen und bulgarischen Spielern an. Aus der Vorsaison sind die äußerst spielstarken Teams des TV 1860 Fürth und TSV Altenfurt aus Mittelfranken bekannt. Hinzu kommen noch die Teams vom TC Heuchelhof Würzburg (Unterfranken) und TC Neunkirchen/Brand, welche aufgrund der gemeldeten Spieler gleichfalls schlagkräftige Truppen in die Saison schicken werden.

Der ASV genießt bei vier der sieben Begegnungen Heimrecht, was neben der Homogenität und dem großen Teamgeist im Kader hoffnungsfroh bei der Mission Klassenerhalt stimmt.

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© Dennis Amann